[DE] - Neun Boote – ein Ziel – in Kiel nach vorne segeln

  • 27th August 2010

Die dritte und einzige deutsche Etappe der Extreme Sailing Series™ in Kiel ist gestartet. Dicht unter Land rauschten die großen neun Katamarane an der Kiellinie entlang und produzierten zwischen dem Eventgelände und dem Ostufer spannende Wettfahrten und beeindruckende Szenen. Pünktlich zum Start fanden sich prompt etliche Zuschauer ein, säumten die Kiellinie, suchten sich einen Platz auf den Brücken und wurden nicht enttäuscht.

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© Paul Wyeth/ OC Events

Bei Leichtwindbedingungen gab Kiels Stadtpräsidentin Cathy Kietzer das Startsignal für den Auftakt der dritten Station der europaweit ausgetragenen Extreme Sailing Series™ in Kiel. Zwischen 14.30 und 16.45 Uhr schenkten sich die neun teilnehmenden Teams nichts und verschenkten schon gar keinen Zentimeter. Mehr als achtbar schlug sich das mit einer Wild-Card in letzter Sekunde ins Teilnehmerfeld gelangte Audi Sailing Team Germany. Nach nur 1,5 Stunden Training im Wasser gelangen der Crew um Skipper Johannes Polgar (Hamburg) auf Anhieb zwei vierte Plätze, ein sechster und ein siebter Rang, nur im ersten Rennen segelten die Newcomer hinterher. Polgar: „Das war ein phantastischer Start für uns in die Serie. Es hat so viel Spaß gemacht, so enge Wettfahrten in diesem Feld mit diesen schnellen Booten zu segeln. Wir hätten nie gedacht, dass wir in der Lage wären, im Mittelfeld zu landen.“ Erleichtert war der gerade 33 Jahre jung gewordene Starboot-Europameister, weil der schnelle Katamaran des Audi Sailing Team Germany auch in keinen einzigen Konflikt verwickelt war.

Fleet
© Paul Wyeth/ OC Events

Gesegelt wird in der Extreme Sailing Series™ auf hohem Niveau: Immerhin 55 WM-Titel und sechs Olympische Medaillen sowie etliche Rekordhalter versammeln sich auf den schnellen Booten. Mit Roman Hagara und Hans Peter Steinacher aus Österreich die zweimaligen Tornado-Olympiasieger, mit Loick Peyron Frankreichs Multihull-Legende. Mitch Booth (Niederlande) gewann zehn Weltmeistertitel im Tornado und Roland Gäbler (Tinglev) Olympiabronze im Tornado. Der deutsche Skipper der Wirsol Team Germany, der nach einer schweren Infektion zwar hörbar auf dem Weg der Besserung ist, gab das Steuer an Tino Mittelmeier (Überlingen) ab, griff zum Mikrofon und kommentierte für die Zuschauer die vier kurzen und spannenden Wettfahrten.
Drei Penaltys „fing“ sich das deutsche Wirsol Team Germany ein. „Das ist schon ganz schön viel,“ so Gäbler, dessen junge Crew nun auf Platz neun liegt. Dazu mußte der deutsche Wirsol-Katamaran auch noch gekrant werden, denn nach einer Kollision mit der französischen Groupama ist jetzt erst mal ein Reparatureinsatz erforderlich.

Wirsol team germany
© Paul Wyeth/ OC Events

Völlig begeistert zeigte sich Loick Peyron, Skipper der Oman Sail Masirah, die 2009 die deutsche Etappe in Kiel gewann: „Ein toller erster Tag für uns. Die Leichtwindbedingungen hatten wir erwartet, das hat den Start sehr wichtig gemacht – insbesondere in diesen kurzen und scharfen Rennen. Segeln ist phantastisch in Kiel, flaches Wasser, Anfeuerung vom Publikum und auch noch ein bißchen Sonne….“ Die Oman Sail Masirah beendete den ersten Wettfahrttag in KIEL.SAILING CITY auf Platz zwei, nur einen Punkt hinter der britischen Ecover von Mike Golding, die einen sensationellen Auftakt mit zwei Wettfahrtsiegen, einem zweiten, einem dritten und einem sechsten Platz hinlegte.

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© Paul Wyeth/ OC Events

Tief beeindruckt ist auch ein Segler aus dem Oman von der deutschen Etappe in Kiel: „Ich finde es toll hier zu sein, ich habe mich auf Kiel gefreut, aber das Beste sind die ganzen Leute am Ufer – das ist ja phantastisch,“ freute sich Khamis Al Anbouri, Bowmann des Teams The Wave, Muscat. Rund 1500 bis 2000 Zuschauer kamen zum ersten Wettfahrttag. Ab Freitag öffnet dann auch das Race Village jeden Tag.

Dann gibt es noch mehr spektakuläres Segeln mit der Extreme Sailing Series™: Ab elf Uhr öffnet das Race Village, um 14.00 Uhr beginnt die Parade of Sail mit der Vorstellung der Boote und Teams und um 14.30 Uhr fällt der Startschuss für die erste von sechs bis acht Wettfahrten…

Stand Extreme Sailing Series™ nach vier Wettfahrten in Kiel.
1. Ecover Sailing Team, Mike Golding (GBR), 37 Punkte
2. Oman Sail Masirah , Loick Peyron (FRA/ Oman), 34
3. Groupe Edmond de Rothschild, Yann Guichard (FRA), 32
4. The Wave, Muscat, Paul Campbell James (GBR/ Oman), 27
5. The Ocean Racing Club, Mitch Booth (NL/ Slowenien), 25
6. Red Bull Extreme Sailing, Roman Hagara (AUT), 22
7. Audi Sailing Team Germany, Johannes Polgar (GER), 20
8. Groupama 40, Franck Cammas (FRA), 16
9. Wirsol Team Germany, Tino Mittelmeier (Überlingen) 12

Countdown to Oman 2012

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