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Oman Air führt nach Tag 1 in Hamburg trotz Kollision mit Mauer

In Hamburg hat am Donnerstag Act 4 der Extreme Sailing Series begonnen. Wegen des schwachen Windes wurden nur zwei Rennen ausgetragen. Die Führung übernahm dabei Oman Air. Die Veranstaltung auf der Elbe vor dem HafenCity Cruise Center dauert noch bis Sonntag. Die Rennen finden jeweils zwischen 14 und 17 Uhr statt. Der Eintritt in das Race Village ist frei.

Bei sehr schwachen Winden und starken Strömungen setzte Oman Air an Tag 1 in Hamburg ein erstes Ausrufezeichen. Trotz einer Kollision mit einer Kaimauer gewann das Team die beiden einzigen Wettfahrten des Tages. “Ich weiß wirklich nicht, wie das passiert ist”, sagte anschließend Morgan Larson, der Skipper des auch in der Saisonwertung führenden Teams. “Wir wollten eine gute Startposition erobern. Wir wollten wenden, aber das Boot dreht einfach nicht, und dann hat die Strömung uns mitgerissen. Es gibt hier einfach sehr viel zu beachten: Den Wind, den Tidenstrom – da zahlt es sich aus, eher konservativ zu segeln. Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir heute zwei Siege einfahren konnten.”

Die richtige Taktik und viel Geduld gaben am Donnerstag den Ausschlag. Die erfahrenen Stadion-Segler vom Red Bull Sailing Team und von Alinghi segelten unter diesen Bedingungen schnell und konzentriert und lagen am Abend des Tages mit jeweils 19 Punkten gemeinsam auf dem zweiten Platz.

Der zweifache Olympiasieger und Skipper des Red Bull Sailing Team, Roman Hagara, fasste den Tag so zusammen: “Es gibt hier viele Dinge, auf die man sich einstellen muss. Die größte Herausforderung ist dabei der Wind, dessen Stärke und Richtung ständig wechseln. Es ist wirklich schwer, sich für einen guten Start richtig zu positionieren. Mit unserem zweiten Platz in einem der Rennen sind wir daher sehr zufrieden”

SAP Extreme Sailing Team und CHINA One schafften es am Donnerstag beide in jeweils einem Rennen auf einen Podestplatz. In der Endabrechnung des Tages lagen beide mit je 18 Punkte auf den Plätzen 4 und 5.

Das umbenannte Team Sail Portugal – Visit Madeira schaffte es auf Platz sechs. Skipper Diego Cayolla stellte seine Mannschaft anschließend schon auf den für Freitag erwarteten stärkeren Wind ein: “Sobald es auf diesem engen Rennkurs anfängt stärker zu wehen, werden die Karten neu gemischt. Es gibt hier wenig Raum, die Manöver müssen sehr schnell durchgeführt werden. Unser Boot-Handling muss morgen deutlich besser werden. Heute war für uns kein schlechter Tag. Wir sind das erste Mal als rein portugiesische Mannschaft zusammen gesegelt. Für uns war das ein gutes Training, bevor morgen der stärkere Wind einsetzt.”

Land Rover BAR Academy ging erstmals mit einem reinen Jugend-Team an den Start und setzte seine steile Lernkurve fort. Die Mannschaft bekommt sowohl den neuen Bootstyp als auch das Stadionformat, für das die Extreme Sailing Series berühmt ist, immer besser in den Griff.

Die Wettfahrten werden am Freitag um 14 Uhr fortgesetzt. Die Vorhersage lässt deutlich mehr Wind erwarten.

Extreme Sailing Series™ Act 4, Hamburg, Zwischenstand nach Tag 1, zwei Rennen (28.07.16)
Rang / Team / Punkte

1. Oman Air (OMA) Morgan Larson, Pete Greenhalgh, James Wierzbowski, Ed Smyth, Nasser Al Mashari 2..

2. Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara, Hans Peter Steinacher, Jérémy Bachelin, Adam Piggott, Brad Farrand 19 Punkte.

3. Alinghi (SUI) Arnaud Psarofaghis, Nicolas Charbonnier, Timothé Lapauw, Nils Frei, Yves Detrey 19 Punkte.

4. SAP Extreme Sailing Team (DEN) Jes Gram-Hansen, Rasmus Køstner, Mads Emil Stephensen, Pierluigi De Felice, Renato Conde 18 Punkte.

5. CHINA One (CHN) Taylor Canfield, Chris Steele, Hayden Goodrick, Dan Morris, Frederik Aurell 18 Punkte.

6. Sail Portugal - Visit Madeira (POR) Diogo Cayolla, Luís Brito, João Matos Rosa, Nuno Barreto, Frederico Mello 16 Punkte.

7. Land Rover BAR Academy (GBR) Neil Hunter, Owen Bowerman, Will Alloway, Rob Bunce, Adam Kay 12 Punkte.